Gesundheit kann man nicht kaufen! Verwirrte sind leicht zu verwirren!

Mit dieser wahren Geschichte will ich darstellen, wie psychisch Kranke schamlos ausgenutzt werden können.

Ich muss vorsichtig sein, um die Patientin zu schützen. Weil diese Dame bei unserem ersten Treffen sehr traurig war, nenne ich sie Frau Trau.

Ich bin 57 Jahre alt, und Frau Trau dürfte um EINIGES  jünger sein. Mir war erlaubt, auf der geschlossenen Station der Psychiatrischen Klinik Patienten zu besuchen. Frau Trau ist mir aufgefallen, weil sie in einer Ecke stand mit gebeugtem Kopf, und sie jammerte und weinte, aber ganz leise. Ich ging auf sie zu und fragte: “Warum sind Sie denn so traurig?“ Sie hob den Kopf und schaute mich an:“ Mir kann niemand helfen, ich brauche Luft, und ich darf nicht raus, keiner hilft mir!“ Sofort fragte ich_“Erlauben Sie mir, dass ich Sie besuche?“ Und plötzlich lächelte sie, und ihre Antwort war: „Wollen Sie mich wirklich besuchen?“ Ja!

Natürlich war mir klar, dass die Frau krank war, und bei unserem ersten Treffen sagte sie einiges, was ich erst mal nicht glauben wollte, aber später doch glauben konnte.
Eines habe ich erfahren, auch wenn man Geld hat, kann man in einer geschlossenen Station einer Nervenklinik – landen.

Frau Trau erzählte mir, dass sie in einem Wohnheim für psychisch Kranke lebt, und – dass sie eine gesetzliche Betreuerin hat. Diese Betreuerin kenne ich persönlich, aber was diese Betreuerin macht, ist unerhört.
Sie hat eine Putzfrau beauftragt als häusliche Betreuerin und diese Putzfrau hat Frau Trau in die Klinik – gelockt. Sie sagte: „Frau Trau, heute gehen wir zuum Shoppen“, und Frau Trau ging mit – nur war es kein Einkauf, wie Frau Trau dachte, es war eine Einweisung in die Nervenklinik! Unglaublich!

Frau Trau sagte mir auch, dass ihre Betreuerin eine unmögliche Art hat, mit ihr zu sprechen und diese Art ist mir wohlbekannt. Diese Betreuerin redet nicht normal, sie schreit!
Aber sie ist durch das Gericht als Betreuerin eingesetzt. Was sie aber mit Frau Trau gemacht hat, bzw. macht, ist nicht erlaubt. Eine Putzfrau darf nicht als häusliche Betreuerin eingeletzt werden.
Frau Trau erzählte weiter: „Diese Betreuerin für den häuslichen Bereich holt regelmäßig die Kleidung aus deren Kleiderschrank, und nimmt sie mit.“
Sie geht mit Frau Trau zum Einkaufen, um neue Kleidung zu beschaffen. Stets nimmt sie Frau Trau die schönsten Kleidungstücke ohne zu fragen. Das ist Diebstahl.

Ich hatte den Mut, die gesetzliche Betreuerin anzurufen und musste den Telefonhörer weit weg von meinem Ohr halten, denn Frau V.d.K. hat mich angeschrien: „Was geht Sie das an?“ Ich war die Ruhe selbst. Freundlich erklärte ich, dass ich ihre Klientin Frau Trau besuche und – dass ich gerne mit der häuslichen Betreuerin (Putzfrau) sprechen würde.
Fehlanzeige!

So habe  ich den Heimleiter des privaten Wohnheimes angerufen, und er war wirklich freundlich und sagte: „Ich habe diese Putzfrau schon mehrmals aus dem Haus gewiesen, weil sie unsauber putzt, aber die gesetzliche Betreuerin hat sie immer wieder eingesetzt.“
So hat der Heimleiter gar nichts zu sagen, obwohl es ein privates Heim ist.

Frau Tau ist schon längst wieder in diesem Heim, und die Putzfrau bedient sich sicher und hat so schöne Kleidung. Aber das darf doch nicht sein!

Frau Trau hat einen Bruder, besucht wurde sie nur von ihrer Nichte, die sie „Mädele“ nannte.
Leider konnte ich die Adresse des Bruders nicht erfahren. Auch die Putzfrauz konnte ich nicht erreichen, ich weiss nur ihren Familiennamen.
Diese Dame kam einmal pro Woche in die Klinik und brachte Frau Trau frische Wäsche, und es wurde auch ein Taschengeld für Frau Trau hinterlegt, nur – Frau Trau wusste nicht, dass das Geld da ist. Sie hätte so gerne eine Orangenlimonade gehabt, und sie darf mit zum Einkaufen in der Gruppe. Die Limonade habe ich ihr gebracht, und ich habe ihr auch gesagt, dass sie 20 Euro hat, die sie im Stationszimmer abholen kann.

Dass Frau Trau verwirrt war, ist richtig, aber das Andere ist eine Frechheit sondergleichen, das gehört wirklich angezeigt. Eine Mahnung sollte die gesetzliche Betreuerin unbedingt bekommen, und die Putzfrazu sollte verschwinden.! Oder – eben nur – putzen!

Man sollte sich wirklich beschweren. Frau Trau hat mir das alles, wie einer guten Freundin erzählt, aber sie selbst kann nichts machen. Ihre Angehörigen wissen sicher nichts von der Putzfrau Frau H. und denken, dass die kranke Frau gut versorgt ist.

So nutzt auch ein gewisser Wohlstand überhaupt nichts, und Frau Trau wird weiterhin bestohlen.
Schrecklich, das ärgert mich unwahrscheinlich, deshalb schreibe ich diesen Bericht. Vielleicht liest Frau Traus Bruder meine Zeilen und erkennt, dass ich über seine Schwester schreibe.

Frau Trau denkt, dass ihre Mutter und ihre Zwilligsschwester in Augsburg leben. Leider sind beide verstorben, das konnte ich Frau Trau nicht sagen, denn mir würde sie glauben, und ich will ihr nicht weh tun.

Dieser „Fall“ zeigt eindeutig, wie man „psychisch Kranke“ brutal ausnutzt, bestiehlt und ganz bewusst VERWIRRTE noch mehr verwirrt. Aber das interessiert niemanden.
Wer glaubt einer Verwirrten? ICH. Aber mir sind die Hände gebunden, uind ich wollte Frau Trau so gerne helfen. Vielleicht hilft dieser Bericht einer Frau, die ausgenutzt wird, die sich nicht wehren kann, und das wird so einfach „unter den Teppich gekehrt“! WER KANN HELFEN?

Ein Gedanke zu „Gesundheit kann man nicht kaufen! Verwirrte sind leicht zu verwirren!

  1. Dieser Bericht ist leider nicht sehr aktuell, wir haben ihn spät bekommen, und lange nicht veröffentlicht.
    Wir wissen nicht, wieweit Frau „Trau“ geholfen werden konnte. Sicher ist, dass solche oder ähnliche Geschichten nicht selten vorkommen. Darum wäre es interessant zu erfahren, ob jemand einen Vorschlag hat, wie in so einem solchen Fall zu verfahren wäre.
    Unserer Erfahrung nach bringen Beschwerden über das Verhalten von rechtlichen Betreuern bei der kommunalen Betreuungsstelle wenig. Hätte man Frau Trau bei einem Sozialpsychiatrischen Dienst anmelden sollen, der dann sicher diese problematische häusliche Situation kennengelernt hätte?
    Außer Frage steht die Wichtigkeit der Besuchsdienste auf geschlossenen Stationen psychiatrischer Kliniken, wie sie unsere Autorin durchführt. Wie anders soll die Hilflosigkeit einiger psychisch kranker Menschen überhaupt bekannt werden?

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